Botox® Bruxism Relief: Zähneknirschen und Kieferpressen lindern

Nachts mit den Zähnen knirschen. Tagsüber unbewusst den Kiefer zusammenpressen. Morgens mit verspannten Wangen oder einem müden Kiefer aufwachen.

Bruxismus kann ganz unterschiedlich aussehen – gemeinsam ist häufig eine übermäßig aktive Kaumuskulatur.

Mit unserem Bruxism Relief können wir diese Muskulatur gezielt entspannen und ihre maximale Kraft reduzieren. Das kann Beschwerden wie Muskelverspannungen und Schmerzen lindern und die Belastung durch starkes Pressen oder Knirschen reduzieren.

Key Facts:

Dauer
wenige Minuten
Ausfallzeit
keine
Wirkung
nach wenigen Tagen, vollständiges Ergebnis nach ca. 2-3 Wochen
Haltbarkeit
ca. 6 Monate
Kosten
ca. 400 Euro (ca. 300 Euro bei Kombination mit anderen Zonen

Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet.

Was ist Bruxismus?

Beim Begriff Zähneknirschen denken die meisten zunächst an das typische nächtliche Reiben der Zähne aufeinander. Bruxismus umfasst aber mehr.

Auch wiederholtes oder anhaltendes Zusammenpressen der Zähne und Anspannen des Kiefers gehört dazu. Dabei unterscheiden wir zwischen Bruxismus im Schlaf und Bruxismus im Wachzustand.

Bruxismus muss nicht automatisch eine Erkrankung sein. Problematisch wird er vor allem dann, wenn die hohe Muskelaktivität Beschwerden oder Schäden verursacht – beispielsweise Schmerzen und Verspannungen der Kaumuskulatur oder eine hohe mechanische Belastung von Zähnen und Zahnersatz.

Botox® gegen Zähneknirschen?

Einer der kräftigsten Muskeln unseres Körpers sitzt direkt am Kiefer: der Musculus masseter.

Beim Zähnepressen und -knirschen kann er enorme Kräfte entwickeln. Je nach individuellem Befund können außerdem weitere Kaumuskeln – insbesondere der Musculus temporalis – beteiligt sein.

Botulinumtoxin reduziert vorübergehend die neuromuskuläre Aktivität der behandelten Muskulatur. Der Muskel kann weiterhin arbeiten, entwickelt aber weniger maximale Kraft.

Dadurch können sich muskuläre Beschwerden bessern und die Intensität der beim Pressen oder Knirschen auftretenden Kräfte reduzieren.

Schiene oder Botox®?

Eine Aufbissschiene und Botox® erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Eine Schiene kann insbesondere helfen, Zähne und Zahnersatz vor den mechanischen Folgen des Knirschens zu schützen. Sie reduziert aber nicht zwangsläufig die Kraft der Kaumuskulatur.

Botox® setzt dagegen direkt an der Muskelaktivität an und kann deren Kraft vorübergehend reduzieren.

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, welches Problem tatsächlich im Vordergrund steht. Bei manchen Patienten sind konservative Maßnahmen ausreichend, bei anderen kann eine ergänzende Behandlung der Muskulatur sinnvoll sein. Deshalb betrachten wir Botox® nicht als Ersatz für eine sorgfältige Diagnostik oder andere sinnvolle Behandlungsmaßnahmen.

Was kann sich durch die Behandlung verändern?

Eine Behandlung kann insbesondere interessant sein, wenn du unter ausgeprägtem Zähnepressen oder -knirschen leidest und gleichzeitig eine stark aktive, verspannte oder schmerzhafte Kaumuskulatur besteht.

Auch bei deutlich hypertrophiertem Masseter kann eine reduzierte Muskelaktivität sinnvoll sein.

Ob Botox® tatsächlich die richtige Behandlung ist, lässt sich aber nicht allein daran erkennen, dass jemand mit den Zähnen knirscht. Deshalb legen wir wert auf eine gründliche Anamnese und Untersuchung.

Unser Ziel ist nicht, deine Kaumuskulatur stillzulegen.

Du sollst weiterhin ganz normal kauen, sprechen und deinen Kiefer bewegen können. Wir möchten lediglich eine übermäßige Muskelaktivität und Kraft reduzieren.

Deshalb werden Muskelaktivität, Anatomie und Beschwerden vor der Behandlung individuell beurteilt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Vor der Behandlung sprechen wir zunächst darüber, wann deine Beschwerden auftreten und was dich konkret beeinträchtigt.

Anschließend untersuchen wir die Kaumuskulatur in Ruhe und unter Anspannung. Dafür darfst du einmal kräftig die Zähne zusammenbeißen – so lässt sich insbesondere der Masseter gut beurteilen.

Anschließend wird Botox® mit einer sehr feinen Nadel gezielt in wenige Punkte der entsprechenden Muskulatur injiziert. Die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten.

Die Wirkung entwickelt sich anschließend schrittweise. Nach ungefähr zwei Wochen lässt sich das Ergebnis zuverlässig beurteilen.

Was sind die Risiken?

Gelegentlich können kurzzeitig Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit oder Blutergüsse auftreten. Durch die reduzierte Muskelkraft kann sich das Kauen vorübergehend ungewohnt oder schwächer anfühlen, was aber in der Regel nur vorübergehend ist.

Bei einer unbeabsichtigten Wirkung auf benachbarte Muskulatur können außerdem vorübergehende Veränderungen des Lächelns oder Asymmetrien auftreten.

Da wiederholte Behandlungen die Muskelmasse reduzieren können, muss außerdem berücksichtigt werden, dass sich Form und Kontur des unteren Gesichts verändern können.

Deshalb behandeln wir nicht nach einem starren Punkteschema, sondern passen Injektionsorte und Dosierung individuell an deine Anatomie und Muskelaktivität an.

Die Anwendung von Botulinumtoxin zur Behandlung von Bruxismus erfolgt außerhalb der zugelassenen Indikation (Off-Label-Use). Hierüber klären wir dich vor der Behandlung ausführlich auf.

Passt eine Bruxismus-Behandlung zu dir?

Als HNO-Fachärzte sind wir Experten für die Anatomie des Gesichtes und in unserer Praxis in Frankfurt am Main gerne für dich da.

Gemeinsam können wir besprechen, welche Behandlungen zu deinen Wünschen und deinem Gesicht passen.
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