Polynukleotide in Frankfurt
Manchmal braucht Haut kein zusätzliches Volumen. Sondern bessere Qualität.
Polynukleotide sind injizierbare DNA-Fragmente, die in der ästhetischen Medizin zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt werden. Im Gewebe können sie ein günstiges Umfeld für Remodeling- und Regenerationsprozesse schaffen und unter anderem Fibroblasten sowie die extrazelluläre Matrix beeinflussen.
Ziel ist keine Veränderung deiner Gesichtszüge und kein klassischer Volumenaufbau. Stattdessen können sich Hautelastizität, Hydratation, Struktur und feine Linien im Verlauf verbessern.
Besonders interessant können Polynukleotide für dünne, feuchtigkeitsarme oder regenerationsbedürftige Haut und für sensible Regionen wie die Augenpartie sein.
Key Facts
Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet.
Was sind Polynukleotide?
Polynukleotide sind längere Ketten aus Nukleotiden – den Bausteinen unserer DNA.
Sie verändern nicht deine eigene DNA und werden nicht in dein Erbgut eingebaut. Nach der Injektion werden sie schrittweise wieder abgebaut.
Während dieser Zeit können sie eine hydratisierende, scaffoldartige Matrix bilden und lokale Remodelingprozesse beeinflussen. In experimentellen und klinischen Arbeiten werden unter anderem Effekte auf Fibroblastenaktivität, extrazelluläre Matrix und Geweberegeneration diskutiert.
Der sichtbare Effekt entsteht deshalb nicht wie bei einem klassischen Filler unmittelbar, sondern entwickelt sich über mehrere Wochen.
Für wen eignen sich Polynukleotide?
Polynukleotide können besonders interessant sein, wenn weniger ein Volumendefizit als vielmehr die Qualität der Haut im Vordergrund steht.
Typische Behandlungsziele sind:
- feine Linien
- dünne oder empfindlich wirkende Haut
- nachlassende Elastizität
- feuchtigkeitsarme Haut
- unruhige Hautstruktur
- altersbedingte Veränderungen der Augenregion
Bei ausgeprägtem Volumenverlust, tiefen Falten oder deutlich abgesunkenem Gewebe sind Polynukleotide dagegen meist nicht die passende alleinige Behandlung.
Was kann sich durch die Behandlung verändern?
Feine Linien
Oberflächliche Linien können im Verlauf weniger ausgeprägt erscheinen.
Elastizität & Hautqualität
Studien zeigen Hinweise auf Verbesserungen von Elastizität und verschiedenen Parametern der Hautqualität.
Hydratation
Die Haut kann hydratisierter und weniger trocken wirken. Auch in periokulären Studien wurden Verbesserungen der Hautfeuchtigkeit beschrieben.
Hautstruktur
Unebenheiten und eine unruhige Oberflächenstruktur können sich verbessern.
Polynukleotide für die Augenpartie
Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und reagiert empfindlich auf strukturelle Veränderungen. Feine Linien, eine knittrige Hautstruktur oder nachlassende Elastizität können deshalb früh sichtbar werden.
Polynukleotide können hier interessant sein, wenn vor allem die Hautqualität verbessert werden soll.
Wichtig ist aber die Ursache: Nicht jeder „Augenring“ entsteht durch schlechte Hautqualität. Pigmentierung, sichtbare Gefäße, Volumendefizite, Tränenrinne oder Schwellungen brauchen teilweise völlig andere Behandlungskonzepte.
Deshalb behandeln wir die Augenregion nicht allein nach dem Symptom „Augenringe“, sondern nach dem zugrunde liegenden Befund.
Polynukleotide oder Biostimulatoren?
Beide Verfahren gehören zu den regenerativ beziehungsweise biostimulierend ausgerichteten Behandlungen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Polynukleotide verwenden wir vor allem, wenn Hautqualität, Hydratation, feine Linien oder dünne Haut im Vordergrund stehen.
PLLA-/PDLLA-Biostimulatoren zielen stärker auf einen längerfristigen strukturellen Remodeling- und Kollagenaufbau und können bei nachlassender Gewebefestigkeit interessanter sein.
Je nach Ausgangsbefund können sich beide Verfahren aber auch ergänzen und kombiniert werden. Mehr über Biostimulatoren findest du hier.
Polynukleotide oder Hyaluron-Skinbooster??
Beide Behandlungen können auf eine Verbesserung der Hautqualität abzielen, funktionieren aber unterschiedlich.
Hyaluronsäure-Skinbooster setzen primär auf die Eigenschaften unvernetzter oder gering vernetzter Hyaluronsäure und insbesondere deren Wasserbindung.
Polynukleotide werden eher als regenerativer beziehungsweise remodelingorientierter Ansatz eingesetzt.
Bei der Augenregion ist die Unterscheidung besonders relevant: Hyaluronsäure eignet sich besser für bestimmte strukturelle Volumendefizite, während Polynukleotide eher die Hautqualität adressieren.
Welche Behandlung sinnvoller ist, hängt daher davon ab, was tatsächlich behandelt werden soll.
Wie viele Behandlungen brauche ich?
Polynukleotide werden häufig als Behandlungsserie eingesetzt.
Je nach Präparat, Region und Ausgangsbefund können beispielsweise zwei bis vier Sitzungen im Abstand von einigen Wochen sinnvoll sein.
Da sich das Ergebnis schrittweise entwickelt, beurteilen wir den Verlauf zwischen den Sitzungen und entscheiden anschließend individuell, ob weitere Behandlungen oder spätere Auffrischungen sinnvoll sind.
Mehr Glow statt mehr Volumen
Polynukleotide sind für uns keine Behandlung, um Gesichtszüge zu verändern oder Volumen „aufzufüllen“.
Im Vordergrund steht vielmehr die Qualität des vorhandenen Gewebes. Die Veränderung entsteht deshalb langsam und bleibt in der Regel subtil.
Genau darin liegt für uns der Reiz der Behandlung: Die Haut soll besser aussehen – nicht anders.
Wie läuft die Behandlung ab?
Zunächst schauen wir uns deine Haut und dein Behandlungsziel genau an.
Anschließend wird die Haut durch hochwertige Skincare Produkte gereinigt und desinfiziert. Die Behandlung ist durch die zahlreichen kleinen Injektionen spürbar. Besonders empfindliche Regionen wie die Augenpartie können unangenehm sein. Deshalb verwenden wir vor der Behandlung eine Betäubungscreme.
Mit einer sehr feinen Nadel werden nun kleine Mengen des Polynukleotidpräparates gezielt in die Haut eingebracht.
Direkt danach entstehen häufig kleine papelförmige Erhebungen an den Injektionspunkten. Diese bilden sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit zurück.
Das eigentliche Ergebnis entwickelt sich anschließend über die folgenden Wochen.
Risiken und mögliche Nebenwirkungen
Polynukleotide werden insgesamt meist gut vertragen.
Häufig sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit, Papeln und kleine Blutergüsse.
Wie bei jeder Behandlung, bei der die Hautbarriere durchbrochen wird, bestehen außerdem geringe Risiken für Infektionen und entzündliche Reaktionen.
Seltenere unerwünschte Reaktionen sind möglich und können zudem vom konkreten Präparat abhängen. Deshalb gehören medizinische Anamnese, Produktauswahl und sterile beziehungsweise hygienisch kontrollierte Durchführung immer zur Behandlung.
Die derzeitige Literatur beschreibt überwiegend milde, vorübergehende Nebenwirkungen.
Häufige Fragen zu Polynukleotiden
Wann sehe ich das Ergebnis?
Die Veränderung entwickelt sich schrittweise. Erste Effekte können nach einigen Wochen sichtbar werden und sich im Verlauf einer Behandlungsserie weiterentwickeln.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt von Präparat, Region und Ausgangsbefund ab. Häufig werden zwei bis vier Behandlungen im Abstand von einigen Wochen durchgeführt.
Sind Polynukleotide dasselbe wie ein Skinbooster?
Der Begriff „Skinbooster“ wird uneinheitlich verwendet. Polynukleotide können ebenfalls die Hautqualität verbessern, unterscheiden sich aber in Material und Wirkprinzip von klassischen Hyaluronsäure-Skinboostern.
Kann man Polynukleotide unter den Augen einsetzen?
Ja, die Augenregion gehört zu den häufig behandelten Arealen. Besonders interessant können Polynukleotide bei dünner Haut, feinen Linien und nachlassender Hautqualität sein. Ob sie zu deinem Befund passen, hängt jedoch von der tatsächlichen Ursache der Veränderung ab.
Helfen Polynukleotide gegen Augenringe?
Das kommt auf die Ursache an. Bei dünner, strukturell veränderter Haut können sie interessant sein. Pigmentierte Augenringe, Gefäßzeichnung, Volumendefizite oder Schwellungen benötigen dagegen andere Behandlungsansätze.
Sind Polynukleotide Filler?
Nicht im klassischen Sinn. Ihr primäres Ziel ist nicht der unmittelbare Aufbau von Volumen, sondern eine Verbesserung beziehungsweise Unterstützung der Hautqualität und von Remodelingprozessen.
Was ist der Unterschied zwischen Polynukleotiden und Biostimulatoren?
Polynukleotide setzen stärker bei Hautqualität und Hydratation an, während PLLA- und PDLLA-Biostimulatoren meist stärker auf strukturellen Kollagenaufbau und Gewebefestigkeit ausgerichtet werden.
Mehr zu Biostimulatoren findest du hier.
Sind Polynukleotide wissenschaftlich bewiesen?
Es gibt mittlerweile klinische Studien und systematische Reviews mit positiven Ergebnissen bei Hautqualität, Elastizität, Hydratation und feinen Linien.
Polynukleotide in Frankfurt bei neo.Aesthetic
Als HNO-Fachärzte sind wir Experten für die Anatomie des Gesichtes und in unserer Praxis in Frankfurt am Main gerne für dich da.
Gemeinsam können wir besprechen, welche Behandlungen zu deinen Wünschen und deinem Gesicht passen.
Buche deine persönliche Beratung hier:
