Biostimulatoren in Frankfurt

Neu bilden statt nur aufzufüllen.

Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur die Oberfläche unserer Haut. Kollagenstrukturen verändern sich, das Gewebe verliert an Festigkeit und Gesichtskonturen können weniger definiert wirken.

Biostimulatoren setzen genau hier an. Bei neo.Aesthetic verwenden wir unter anderem biostimulierende Präparate auf Basis von PLLA und PDLLA, die im Gewebe Remodelingprozesse und die Bildung neuer Kollagenstrukturen anregen.

Anders als bei einem klassischen Hyaluronsäure-Filler entsteht der wesentliche Effekt nicht unmittelbar durch eingebrachtes Volumen. Die Veränderung entwickelt sich schrittweise über Wochen und Monate – für ein Ergebnis, das sich langsam in das eigene Gesicht integriert.

Key Facts

Dauer
ca. 30 Minuten
Ausfallzeit
in der Regel keine bis wenige Tage
Wirkung
nach einigen Wochen, vollständiges Ergebnis nach mehreren Monaten
Haltbarkeit
ca. ein bis zwei Jahre, teilweise länger
Sitzungen
1-3 im Abstand von mehreren Wochen
Kosten
ab ca. 500 Euro je Sitzung

Die tatsächlichen Leistungen werden nach der GOÄ abgerechnet.

Was sind Biostimulatoren?

Der Begriff Biostimulatoren umfasst verschiedene injizierbare Materialien, die nicht nur Volumen bereitstellen, sondern gezielt biologische Remodelingprozesse im Gewebe anstoßen können.

Bei neo.Aesthetic arbeiten wir insbesondere mit Präparaten auf Basis von Poly-L-Milchsäure (PLLA) und Poly-D,L-Milchsäure (PDLLA).

Die mikroskopisch kleinen Partikel werden in geeignete Gewebeschichten eingebracht. Dort entsteht eine kontrollierte Gewebereaktion, an der unter anderem Makrophagen und Fibroblasten beteiligt sind. Im Verlauf wird neues Kollagen gebildet und die extrazelluläre Matrix umgebaut.

Die injizierten Partikel werden schrittweise abgebaut. Der dadurch angestoßene Remodelingprozess kann aber über längere Zeit fortbestehen.

Für wen eignen sich Biostimulatoren?

Biostimulatoren können besonders interessant sein, wenn Haut und darunterliegendes Gewebe an Festigkeit und Struktur verlieren und du dir eine schrittweise Veränderung statt eines unmittelbaren Filler-Effektes wünschst.
Biostimulatoren eignen sich aber auch dann für dich, wenn du dir eine Wirkung durch körpereigenes Gewebe anstatt synthetischer Filler wünschst.

Typische Behandlungsziele können eine Verbesserung von Gewebefestigkeit, Hautstruktur, statischen Linien und nachlassender Gesichtskontur sein.

Bei einzelnen tiefen Falten, ausgeprägtem Volumenverlust oder deutlich abgesunkenem Gewebe sind Biostimulatoren dagegen nicht automatisch die beste alleinige Behandlung. Dann können andere oder kombinierte Verfahren sinnvoller sein.
Schau dir dazu gerne auch unsere Behandlungen mit Botox® und Microneedling an.

Was kann sich durch die Behandlung verändern?

Festigkeit
Durch Remodeling und neu gebildete Kollagenstrukturen kann das Gewebe im Verlauf fester und kompakter wirken.

Hautstruktur
Hautdichte und Oberflächenstruktur können sich über die Zeit verbessern.

Statische Linien
Fältchen, die wesentlich durch nachlassende Haut- und Gewebestruktur entstehen, können weicher erscheinen.

Kontur & Volumen
Der zunehmende Kollagenaufbau kann zu einem subtilen strukturellen beziehungsweise volumisierenden Effekt führen. Dieser entsteht jedoch deutlich langsamer als bei einem klassischen Hyaluronsäure-Filler.

PLLA oder PDLLA - was ist der Unterschied?

PLLA und PDLLA gehören beide zur Familie der Polymilchsäuren, unterscheiden sich jedoch in ihrer räumlichen Molekülstruktur. Für die klinische Wirkung ist allerdings nicht nur die Polymerart entscheidend.

Ebenso wichtig sind das konkrete Produkt, Partikelgröße und -form, Trägermaterial, Rekonstitution, Konzentration, Injektionstiefe und die behandelte Region.

Bei PLLA verwenden wir unter anderem Sculptra®. Das Präparat ist seit vielen Jahren klinisch etabliert und gehört zu den am besten untersuchten injizierbaren Kollagenstimulatoren.

Für Behandlungen mit PDLLA setzen wir unter anderem AestheFill® ein.

Welches Präparat besser geeignet ist, entscheiden wir deshalb nicht allein anhand der Frage „PLLA oder PDLLA?“, sondern anhand von Anatomie, Gewebestruktur, Region und Behandlungsziel.

Biostimulator oder Hyaluron-Filler?

Beide Verfahren werden injiziert, verfolgen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Hyaluronsäure-Filler erzeugen ihren wesentlichen Effekt unmittelbar durch das eingebrachte Material und eignen sich beispielsweise dazu, gezielt Volumen oder Projektion zu schaffen.

Biostimulatoren setzen stärker auf einen schrittweisen Remodeling- und Kollagenaufbau. Der sichtbare Effekt entwickelt sich deshalb langsamer.
Außerdem erfolgt bei Biostimulatoren der Effekt nicht primär durch synthetisches Material. Die injizierten Partikel lösen sich nach einiger Zeit wieder auf, die Wirkung entsteht durch körpereigenes Kollagen.

Das eine ist nicht grundsätzlich besser als das andere. Entscheidend ist, ob bei dir eher gezielter Volumenaufbau oder eine langfristige strukturelle Verbesserung des Gewebes im Vordergrund steht.

Biostimulatoren oder Polynukleotide?

Beide Verfahren können die Hautqualität beeinflussen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Polynukleotide verwenden wir vor allem, wenn dünne, feuchtigkeitsarme oder regenerationsbedürftige Haut und feine Linien im Vordergrund stehen.

PLLA-/PDLLA-Biostimulatoren setzen stärker auf einen längerfristigen strukturellen Remodeling- und Kollagenaufbau und können deshalb bei nachlassender Festigkeit oder Gewebestruktur interessanter sein.

Je nach Ausgangsbefund können sich beide Ansätze ergänzen. Mehr über Polynukleotide findest du hier.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Die Anzahl der Sitzungen hängt vom verwendeten Präparat, der behandelten Region, der Ausgangssituation und dem gewünschten Ergebnis ab.

Bei PLLA werden häufig mehrere Behandlungen im Abstand von mehreren Wochen durchgeführt. Auch bei PDLLA kann je nach Produkt und Behandlungsziel eine Serie sinnvoll sein.

Da sich der Kollagenaufbau erst über Wochen und Monate entwickelt, beurteilen wir den Effekt zwischen den Sitzungen und entscheiden anschließend, ob eine weitere Behandlung sinnvoll ist.

Natürlich statt künstlich

Biostimulatoren sind für uns keine Methode, um möglichst schnell möglichst viel Volumen zu erzeugen.

Der wesentliche Effekt soll aus den körpereigenen Remodelingprozessen entstehen. Deshalb entwickelt sich das Ergebnis langsam – und genau das kann ein Vorteil sein: Die Veränderung integriert sich schrittweise in das eigene Gesicht.

Entscheidend ist trotzdem die richtige Indikation. Nicht jeder Volumenverlust und nicht jede erschlaffte Region lässt sich sinnvoll allein durch Kollagenstimulation behandeln.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst beurteilen wir deine Hautqualität, Gewebestruktur und Gesichtsanatomie und besprechen, welche Regionen tatsächlich von einer Kollagenstimulation profitieren können.

Anschließend wird das ausgewählte Präparat entsprechend seinem Behandlungskonzept vorbereitet und mit einer feinen Nadel oder stumpfen Kanüle in die geeigneten Gewebeschichten eingebracht.

Direkt danach können Schwellungen, Rötungen, kleine Einstichstellen oder Blutergüsse sichtbar sein.

Der eigentliche Effekt entsteht jedoch erst danach: Remodeling und Kollagenaufbau entwickeln sich über die folgenden Wochen und Monate.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen

Nach der Behandlung können vorübergehend Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit und Blutergüsse auftreten.

Eine Besonderheit partikelbasierter Biostimulatoren sind Knötchen oder Verhärtungen, die sich unmittelbar oder verzögert entwickeln können. Produktauswahl, Rekonstitution, Injektionstechnik und Nachsorge können das Risiko beeinflussen, vollständig ausschließen lässt es sich jedoch nicht.

Wie bei anderen Injektionsbehandlungen besteht außerdem das seltene, aber potenziell ernste Risiko einer unbeabsichtigten Gefäßinjektion beziehungsweise Gefäßkomplikation. Durch die genaue Kenntnis der Anatomie und eine geeignete Injektionstechnik kann man dieses Risiko aber deutlich reduzieren.

Deshalb gehören sorgfältige Patientenauswahl, anatomische Planung und eine ausführliche Aufklärung für uns immer zur Behandlung.

Häufige Fragen zu Biostimulatoren

Erste Veränderungen können nach einigen Wochen sichtbar werden. Der Remodeling- und Kollagenaufbau entwickelt sich jedoch über mehrere Monate weiter.

Das hängt stark von Präparat, Behandlungsregion und Ausgangsbefund ab. Für PLLA sind in Studien Effekte von deutlich über einem Jahr und teilweise auch über zwei Jahre beschrieben.

Ja. Sculptra® basiert auf Poly-L-Milchsäure (PLLA) und gehört zu den etablierten injizierbaren Kollagenstimulatoren.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Sculptra® basiert auf PLLA, AestheFill® auf PDLLA. Neben dem Polymer unterscheiden sich die Präparate in weiteren Produkteigenschaften und Behandlungskonzepten. Entscheidend sind Region, Gewebestruktur und Behandlungsziel.

Nicht ganz. Biostimulatoren können zwar auch einen volumisierenden Effekt entwickeln, ihr wesentliches Ziel ist jedoch die Stimulation von Remodeling- und Kollagenprozessen. Klassische Hyaluronsäure-Filler wirken dagegen primär über unmittelbar eingebrachtes Volumen.

Grundsätzlich ja. Je nach Hautbild können beispielsweise Polynukleotide, Microneedling oder Botox® unterschiedliche zusätzliche Behandlungsziele adressieren. Zeitpunkt und Reihenfolge sollten individuell geplant werden.

Biostimulatoren in Frankfurt bei neo.Aesthetic

Als HNO-Fachärzte sind wir Experten für die Anatomie des Gesichtes und in unserer Praxis in Frankfurt am Main gerne für dich da.

Gemeinsam können wir besprechen, welche Behandlungen zu deinen Wünschen und deinem Gesicht passen.

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